22
Okt
2016
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Die Sache mit der Motivation… So schalte ich den Schweinehund aus – meistens!

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Gerade jetzt, wenn die Tage kürzer werden und es auch länger nass, kalt und dauergrau bleibt kenne ich diese Phase zu gut – unmotiviert, faul und lustlos. Immer öfter bevorzuge ich momentan lieber mein Sofa, anstatt nach der Arbeit noch eine Runde zu joggen. Die letzten zwei Wochen hat sich meine Lauferei auf das Wochenende beschränkt, Montag bis Donnerstag habe ich mich nach dem Tag im Büro nicht einmal aufraffen können um noch einen kurzen Lauf zu machen. Dennoch habe ich mir fest vorgenommen, dass es in den kommenden Wochen besser läuft und möchte euch meine persönlichen Tipps gegen die Null-Bock-Phase weitergeben.

 

1. Buchführen und die Zahlen mal genauer anschauen

Meine regelmäßigen Läufe zeichne ich mit der Runtastic-App auf. So sehe ich nach jeder Laufstrecke wie schnell ich war, wie lange ich unterwegs war, welche Steigungen die Strecke hatte und wie viele Kalorien ich verbrannt habe. Mich motiviert es ungemein, wenn ich sehe, dass sich meine Laufleistung seit den letzten Monaten verbessert hat und ich für die 10 km nun nur noch 50 anstatt 60 Minuten benötige. Außerdem kann ich einschätzen wie viele Kalorien ich verbrennen muss um mir eine Tafel Schokolade rein zu drehen, so wird einfach mal Gas gegeben und ich weiß danach kann ich mir ohne schlechtes Gewissen eine lukratives Betthupferl gönnen.

 

2. Keine zu langen Pausen zwischen den Lauftagen

Ich finde es schrecklich wie schnell man sich an die gemütliche Couch gewöhnt. Sobald ich mal zwei Tage nicht gelaufen bin stecke ich in einem Teufelskreis. „Theoretisch wäre es nötig… Aber wenn ich nichts mache bleibt mehr Zeit für anderes… Ach ich gehe morgen wieder laufen!“ Nur leider denke ich mir das dann jeden Tag. Daher versuche ich möglichst selten mehrere Tage hintereinander eine Pause einzulegen und wenigstens einen kurzen Lauf dazwischen zu machen.

 

3. Vorher schon an das Gefühl danach denken

Es ist so ein super Gefühl sich ausgepowert, vielleicht sogar komplett durchnässt von einem Regenschauer und durchgefroren unter die heiße Dusche zu stellen. Das Gefühl kennt wohl jeder Läufer und sich das immer wieder vor Augen zu führen, wie genial das Feeling nach einem Lauf bei Sauwetter ist, motiviert mich jedes Mal bei aufs neue.

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4. Neue Laufkleidung – neue Motivation

So banal es klingt, bei mir funktioniert es immer wieder. Sobald ich mir Laufschuhe oder eine neue Laufjacke für das kältere Wetter zugelegt habe, müssen die natürlich gleich ausprobiert werden. Also sollte man sich gelegentlich auch mal als Motivationshilfe neue Kleidung leisten.

 

5. Kleine erreichbare Ziele setzen

Sich vorzunehmen 5 km, die man mit viel Mühe diese Woche in 40 Minuten geschafft hat, in der kommenden Woche in 20 Minuten zu laufen ist unrealistisch. Solche Ziele sollte man sich nie vornehmen, da Sie in der Regel nicht zu schaffen sind. Lieber kleine Etappenziele planen, die realisierbar sind. Heute schaffe ich die Strecke in einer Stunde, in zwei Wochen hänge ich noch einen Kilometer mit dran und versuche die gleiche Zeit zu schaffen. So läufts bei mir ganz gut.

 

6. Musik/Podcast/Hörbuch an, Welt aus

Ich bin großer Fest & Flauschig Fan und höre momentan beim Laufen die ganzen alten Folgen mit Olli Schulz und Jan Böhmermann. Der Podcast wird nie langweilig und ich freue mich jedes Mal aufs Neue wenn ich weiß, jetzt kann ich wieder ungestört eine Folge hören. Egal ob motivierende Musik, ein spannendes Hörbuch oder auch ein Podcast von dem man nie genug bekommt, jedem das Seine. Laufen in der Natur ist genial, das ist klar. Aber immer nur im stillen Wald wird irgendwann langweilig – mir auf jeden Fall.

 

7. Sich selbst für Leistungen belohnen

Einfach mal was Gönnen! Heute schaffe ich die 15 km bei 6 Grad, dafür geht’s danach in die Therme. Oder wenn ich die 10 km Strecke unter 60 Minuten schaffe kaufe ich mir die teure Jacke. Solche Belohnungen wirken Wunder und schon läuft man gerne eine Runde nach der Arbeit.

 

8. Die Wege für sich alleine haben

Ich bin ja begeisterter Waldläufer und gerade im Sommer (was für mich die Horror-Zeit schlechthin ist) ist auf den Wegen zum Badesee oder anderen Ausflugszielen die Hölle los. Bei Regen, Schnee und Wind sind diese Strecken wie leer gefegt und es gibt nichts schöneres als einfach mal für sich alleine zu sein.

In diesem Sinne: Gut Lauf!

 

Habt ihr noch Motivations-Tipps mit denen ihr euch in der Null-Bock-Phase aufraffen könnt?

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2 Antworten

  1. Ans Gefühl danach zu denken: Das ist eine Top-Motivation, die immer hilft! Was auch gut geht: Das Gegenteil zu tun und sich vorzustellen, wie man sich nach ein paar Tagen ohne Sport fühlen wird… 😉 Ich finde, es gibt nichts Gruseligeres als das. Denn kann ich ein paar Tage nicht mit meine Sportschuhe schlüpfen, werde ich sehr unausgeglichen und bin unzufrieden mit mir und der ganzen Welt. Was hält mich dann noch davon ab, schnell eine kleine Runde zu laufen oder ein paar Burpees zu machen? Eben: nichts. In dem Sinne wünsche ich allzeit viel Motivation! 🙂

  2. Hobbylaeuferin

    Hach ja diese Motivationssache 🙂
    Jetzt nach der Zeitumstellung wird es ja abends auch noch eher dunkel, da fällt es einem noch schwerer nach der Arbeit was zu machen. Ich denke ganz oft frühs „Wuhuu, heute bin ich motiviert, da geht heute nachmittag auf jeden Fall noch was.“ Aber wenns dann so weit ist, überwiegt doch die Lust auf die Couch als auf das Laufen.

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